Bergsport in großen Höhen
Quelle: Prof.Peter Bärtsch
Wo gefunden: Sportverletzung Sportschaden2007

Auslöser der akuten Bergkrankheit (ABK) ist der erniedrigte Sauerstoffpartialdruck in großen Höhen. Die Häufigkeit der ABK in den Alpen beträgt 9% auf 2800 m und steigt auf 51% bei 4500 m. Erste Symptome sind Kopfschmerz, Appetitlosigkeit, Schwindel, Schlafstörungen. Im allgemeinen klingen die Symptome ab, wenn ein Ruhetag eingelegt wird. Eine medikamentöse, symptomatische Therapie ist möglich. Warnsymptome wie starker Kopfschmerz, Erbrechen, Ataxie und Apathie machen einen sofortigen Abstieg erforderlich. Höhenlungenödeme (HLÖ) sind vermeidbar bei langsamen Aufstieg, Akklimatisation. Ab einer Höhe von 3500 m sollte eine Aufstiegsgeschwindigkeit von 300-350 m/d bei empfindlichen Menschen nicht überschritten werden. Ohne sofortige Behandlung besitzt das HLÖ eine hohe Sterblichkeit und ist die häufigste Todesursache in großen Höhen. Zu den Symptomen zählen Atemnot, Husten, Rasseln, blutiger Auswurf, Bewußtseinstrübungen. Unbehandelt können HLÖ`s ein Hirnödem zur Folge haben. Ratsam ist eine Akklimatisation von etwa 3 Tagen unter 2000 m. Wird die Empfehlung nicht eingehalten, erhöht sich das Risiko auf 4560 m eine ABK zu erleiden bei auffälligen Menschen auf bis zu 59%, bei weniger auffälligen auf etwa 30%. Körperliche fitness schützt weder Mann noch Frau. Verlässliche Tests zur Auffälligkeit gibt es nicht. Die Doppler-Echokardiographie während Belastungstest auf einem Ergometer könnte sich eignen, potenziell empfindliche Menschen vorzuwarnen.