Was ist Krebs ?
Quelle:
Wo gefunden: Ärztezeitschrift für Naturheilverfahren 46, 1 (2005)

Krebsstatistik in Deutschland: jährlich 360.000 neue Krebsfälle in Deutschland; 2-3 Millionen Krebspatienten leben in Deutschland; Jeder Dritte wird im Laufe seines Lebens mit der Diagnose Krebs konfrontiert, jeder Vierte stirbt an Krebs; 700.000 befinden sich nach Abschluss der klinischen Behandlung in einer "therapeutischen Lücke"; Seit der Antike hat diese Krankheit durch ihre unerklärliche Entstehung und das fast immer unbeeinflussbare Wachstum Interesse von Ärzten auf sich gezogen. Die Ursache der meisten Krebserkrankungen ist unbekannt. 10% aller Krebserkrankungen gelten als genetisch bedingt. 80-90% sind durch Umweltfaktoren hervorgerufen. Zu diesen gehören Ernährung, Schadstoffbelastung und chronische Entzündungen. Faktoren, die krebsfördernd sind werden Kanzerogene genannt. Falsche, bzw. unausgewogene Ernährung mit ca 35% stehen an 1. Stelle, gefolgt vom Rauchen (30%) und chronischen, viralen Infektionen (10-15%). Unabhängig von der Art der Kazerogene ist der Pathomechanismus gleich. Es werden Oxidationsprozesse initiiert, bzw. unterhalten, vornehmlich durch die Bildung von freien Radikalen. Der Organismus verfügt über zahlreiche Schutzmechanismen bzw. Reparatursysteme in Form von Antioxidanzien bzw. Enzymrepairsystemen, so dass die Initiierung eines Karzinoms lange Zeit vermieden werden kann. Bei einer ständigen Disbalance zwischen Oxidation und Antioxidation bei chronischen Mangel an essenziellen Antioxidanzien (Vitamine, Mineralien, Spurenelemente) sowie bei erworbenen Mangel an Schutz- und Reparaturenzymen und bei anhaltender Überproduktion von Entzündungsstoffen steigt die Gefahr der Initiation eines bösartigen Geschehens. Ein weiterer Faktor bei der Krebsentstehung ist ein chronisches Immundefizit. Die Wissenschaftler gehen heute davon aus, dass täglich 100 bis 500 Tumorzellen im gesunden menschlichen Körper entstehen, die sogleich erkannt und zerstört werden. Erst wenn das Immunsystem gravierend zerstört ist, kann eine Krebsgeschwulst entstehen. Es befinden sich heute 60.000 chemische Verbindungen im unmittelbaren Umfeld des Menschen, von denen ca 4.000 bis 6.000 Kanzerogene sind. Da unsere Wachstumsideologie zunehmend unsere Um- und Innenwelt vergiftet, läuft der Mensch offensichtlich Gefahr, sich selbst die Lebensgrundlage zu entziehen. Der Tumor steht am Ende der Krankheit, er ist nicht die Krankheit, sondern der materalisierte Ausdruck eines biopathischen Prozesses, der Jahre unerkannt im Organismus abläuft. Die Krebskrankheit ist eine Erkrankung des gesamten Systems - "Krebs ist im üblichen Sinne keine Krankheit - Krebs ist eher ein zweites, allerdings fehlgesteuertes Leben in uns." (Prof. Frederick Vesto) Auch wenn hier grob vereinfacht wiedergegeben - ein wunderbarer Artikel. Vielen Dank an den Autor.